Es gibt Tage
an denen glaube ich
nicht mehr an das ungeborene
Wort: meine Wahrheit
hat kapituliert.
Geschmolzen sind meine Fragen
mein Magma: erstarrte Antworten
erheben sich zu Gebirgen um mich
bilden sie einen Rahmen: ich bin portraitiert;
lass uns bei den Fakten bleiben, sagst du
doch ich bin immer bloß ein Märchen gewesen
(noch lange nicht sind wir bei 1001 Nacht)
manchmal erinnere ich mich an das Ungeborene und suche
seinen Namen: Zuschreibungen
schwämmen sich durch mein Becken
ziehen Gezeiten
unter einem pinken Mond
zergeht ein Kuss
zu Flammenblumen, dort
wo die Sonne noch scheint
hab ich die Wahrheit
an den Türen hängen sehen
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