Farbtönen

Meine Blicke haben breitgefächerte Farben: ich lege meine Welt durch sie in Paletten fest. Das Orange als zarten Schleier, im braunen Blick badet der Gleichmut, mein Blick aus Indigoblau spannt ein Zelt der Melancholie über die Welt. Ab und an mische ich Töne mit deckendem Weiß, besonders dann, wenn Menschen sich grell vor mir aufziehen; ein neongrün paart sich mit gelb, es gibt den pinken Blick, den ich bald hasse, er zieht die Übelkeit durch mich hindurch.

Manchmal gibt die Welt selbst mir ihr Leuchten vor, dann ergebe ich mich der Durchlässigkeit; werde selbst zu einem Leuchten, der Schein der Sonne fällt durch mich hindurch: verblassen Töne und ich denke, Schuld ist auch bloß ein hässliches Wort.

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