Kein Glückstext 3

I am closed – every day.  Wir verschließen uns;

Wir sind nicht gewillt dazu, dem Leben mit offenen Händen zu begegnen, weil dies bedeuten würde, dass wir dafür loslassen müssten, woran wir uns klammern. Nur ein Wahnsinniger würde den rettenden Ast über dem Abgrund loslassen; doch der Abgrund, das sind wir selbst — oder wie  KAR_sKi sagen würde: „your higher self is a goddamn bitch.“

Der Ast, oder: Ballone; dein Anknüpfen an das Aufgeblasene, um up und nicht down zu sein; doch dein higher self ist der Teufel im Amorgewand, der Jäger mit mordslustigem Blick, der deine Ballone zum Platzen bringen und dich fallen sehen möchte.
wir müssen uns wappnen
gegen uns selbst                                               resilienter sein;

wir: lassen uns nicht aus der Bahn bringen,
nach jedem Aufprall optimieren wir
unser Gefährt; wir: pflegen die Zauberkraft unserer Psyche Belastungen auszuhalten, sind anpassungsfähig, flexibel und wendig, schlaue Füchse, die viele Ausgänge graben;  unser Motto: „kill the pain, or it will kill you first.“

what doesn’t kill you makes you paranoid, singen die Beaches
what doesn’t kill you makes you feel like your love ain’t shit; Lebenstrieb und Todestrieb, Eros und Thanatos: zwei Seiten der Medaille. Thanatos: der Reiter unserer unaufhaltsamen Entropie, die Lust: unser lahmender Gaul. Wir: bleiben im Sadomasochismus gefangen, sind Zeugen der Verschmelzung des Urzustandes, im Wiederholungszwang streben wir ewig nach der Wiederherstellung des früheren Seins.

Ich weiß, dass wir das Glück nicht haben wollen, sage ich, „You’re not ready to fuck Thanatos“, sagt KARs_Ki, „that’s why you’ll always be the lame horse.“


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