klemmt
öfter als sie es nicht tut,
du wickelst dich in stoff
identitäten, hoffst dabei
nicht vom schweren holz
erschlagen zu werden,
klammerst dich an seinen
kipppunkten fest, übst dich

Was in der Enge des Kastens
stattfindet, passiert auch in
den Weiten des Alls
im Scharniergedächtnis aus
Sternen
Staub wird alles
zum Auf- und Umbruch.
Ich sehe mir eine Doku über Objektophilie an und lerne dabei eine Frau kennen, die mir ihre Liebe zu elektrischen Oberleitungen bei Zügen beschreibt. Sie schwärmt von der Schönheit der Oberleitungsmasten, berichtet vom Gefühl der Eifersucht, wenn sich fremde Menschen daran lehnen und dem wohligen Schauer, wenn die Schiene die Züge sicher führt.
Leitungen, Züge, Schienen: Eine Umgebung zum Lieben und Sterben.
Wie weit ist die Liebe tatsächlich vom Tod entfernt?
In ihrem Werk „Warum Liebe weh tut“, erklärt mir Illouz, dass das romantische Elend nicht nur hausgemacht sei. Vielmehr seien die
Nöte unseres Gefühlslebens durch institutionelle Ordnungen geprägt,
deren steter Wandel weit zurückverfolgt werden kann.
Here and now: die lustorientierte Anhäufung von Beziehungen
gipfelt in der Unmöglichkeit, im Übermaß an Möglichkeiten und der
Unfähigkeit Entscheidungen zu treffen.

Ich bin der Hunger, sagt Eros
Ich bin die Sättigung,
sagt Thanathos, ohne mich
würde nichts bei dir bleiben.
Die Schiebetür meines Kastens kann meine Erwartungshaltung nicht mehr tragen, manches springt aus, manche auf die Schienen, some people have a greater capacity than others to define the conditions under which they want to be loved und alles, was du möchtest ist, von der Erschöpfung zur Ent- schöpfung zu gelangen. (Die Dinge fallen nicht, weil sie zu schwer sind, sondern weil sie gehalten werden wollen.)
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