Antarktis

Manchmal
möchte ich
mit der Axt
in das Eingefrorene stoßen.

Ich bin die Antarktis,

unter mir
tobt
ein brausendes Meer.

Ich will
etwas aber
ich merke es
gar nicht mehr ich
bin ein Gefühl doch
ich spüre nur
die Abwesenheit davon
die Oberfläche ist glatt
die Tiefensicht bleibt trüb.

Du kannst                     gerne
über mich gleiten
nur ab und an knackt das Eis

Du kannst                     gerne
deine Kufen
in mich schneiden
ich habe Sehnsucht
nach Wärme, die
Spuren in mich zieht.

Wohin kann ich mich ergießen, wenn ich
über mich schwappe, wenn das Meer
in mir sich über alle Welten schwemmt?

Ich suche den Keimling, den ich
in mich setzen kann, tief                                         unter die Frostschicht, dort                                    wo ich aufbrechen will.

PLOTTWIST:
Manchmal
möchte ich
in den Schmerz greifen,

ihn würgen,

damit er endlich
spricht.

Wie Erbrochenes sind seine
fauligen Worte, ein Herausquillen
aus meinem gestopften Leib; (das  langsame Gären drückt mein Herz zu nah an den
Rippenrand;)

ich presse
FESTER
(ich möchte das Wahre gebären)
das GESTÄNDNIS der Worte noch
erwarten nur einen LAUT,
der ganz mir gehört.

Ich möchte den Schmerz
fassen, ihn fest
halten, ihn schütteln,

damit er endlich
meine Stimme bekommt.

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