halt an

Du bist nicht sicher, ob du
einen Exorzisten brauchst oder
nur einem Kuss

(Lilithnoah)

ich halte mich an die ratten,
sie machen es mir vor, die
passende dosis zwischen allein
gang und team.

ich halte mich an
die stöhnenden
rudelschreie
das verschlungene

das knisternde aufllösen
der kristalle im morast

an die stimmen
die meinen namen
aus der entfernung holen.

ich halte mich
am himmel fest,
an fischgeschwänzten sirenen,
an kantigen tiefenlichtern
am schweren leuchten
der versunkenen sonnen.

oft halte ich mich an
die fragen, die in zügen zwischen den
bahnhöfen meiner schläfen reisen
an das versprechen, das zwischen
den fahrten eine ankunft offen hält.


ich halte
mich an
die triebe,
an ihr schreien
zwischen uns

an die minuten
bevor du gehst

im takt
tikt
tonlos
der tod.

los, komm

         rufe ich

                 mir zu

los

   komm

       loskomm

              komm los

                      komm

ein sprung ins kalte wasser
ein untertauchen ins eigene
meer
das öffnen der hand
und etwas sinken
sehen

doch meine finger
halten sich am wasser
fest als könnte ich mich
dadurch an land ziehen.


loskomm

              komm los

                      komm

doch ich
komme nicht
los von der angst,  
die ihre initialien in mich
geschrieben hat

ein gebrandmarktes
rind im schlachthof

stehen die türen offen,
doch es hat das warten
gelernt.

ich halte mich
an die offenen türen
an das vielleicht, das
mich im dazwischen
hält, wenn ich eine
namenlose bin

nur die angst ruft mich
so klar beim namen,
ich halte
mich an ihrer stimme
fest;

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