es ist auffallend, dass ich meist
am rande eines vorgezeichneten
weges gehe, gerne auch mal abseits
doch nahezu nie in seiner mitte.
ich bin ein teil
nehmen ohne mich
zur gänze in das gegebene
einzuordnen, meist bleibe ich
doch innerhalb einer ordnung,
folge ihrem verlauf vom rande aus.
ich wähle die grenze und das darüber
aus leidenschaft
und der angst, im zentrum zu stehen
halte ich den anderen
einen platz in der mitte frei.
ich gehe lieber links als rechts
weil sich das von selbst erklärt
ich lehne es ab, dass die wege
schon wissen, wohin es mich führt.
ich ärgere mich, über asphaltierte böden
weil sie meinem körper nicht nachgeben,
mein in die welt sinken verwehren.
ich staune
über die risse im asphalt
das aufgebrochene
aufkeimen des blütenrots
inmitten des befestigten
weges;
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